Samstag, 14. August 2010

to boldly go where millions have gone before

"Sei gegrüßt, Erdling!" "Sei geerdet, Grüßling!" (Gerhard Seyfried)

"Der Weltraum! Unendliche Kosten..." (Maximilian Rehkopf)

Pünktlich 8:30 ging's los, den Phang Nga Nationalpark zu bereisen. Mit Nationalpark ist die Bucht vor Phang Nga gemeint. Da stehen überall diese genialen Karstfelsen im Wasser rum, als wenn sie nix besseres zu tun hätten.


Viel zu sagen gibt's eigentlich nicht, außer, das man das nicht verpassen sollte, wenn man gerade mal in der näheren Umgebung ist. Also, wenn der Planet Erde nicht allzuweit von deiner geplanten Route entfernt liegt, kannst du ruhig mal ein paar Minuten für einen mehrstündigen Aufenthalt abzwackern. So zwischen der Stange Zigaretten am Morgen und der Stange Zigaretten zum Mittagessen zum Beispiel. Aber vorher keinen pangalaktischen Donnergurgler trinken, sonst kriegt man nämlich kein scharfes Foto mehr geschossen. Und die Stange Zigaretten vorm anmachen der nächsten gut ausdrücken. Aber wem sage ich das? Ihr wisst ja Bescheid. Ihr habt ja den Anhalter gelesen.


Ableger

Hoehle zum durchfahren
taxi

driver

was ist denn hier passiert, naja ... you get the idea
Der Star der Tour ist natürlich der James-Bond-Felsen, dementsprechend geht es dort ab. Um freie Sicht zu kriegen, muss man schonmal die Bazooka zücken und sie ein paar Mal in die Menge "entladen". Aber dann geht es einigermaßen. Zumindest bis die nächste Touristenschleuder anlandet.

Menschenauflauf
miese Lichtverhaeltnisse, sogar fuer James Bond

Eine Tropfsteinhöhle gab es auch noch zu durchwandern. Ob man das vor oder nach James Bond macht, is mir Latte, ich hab die Reihenfolge vergessen. Am Ende wurde man mit einem wunderprächtigen Blick auf eine Lagune innerhalb des Felsens belohnt. Sweet, Dude! But where is my boat?

Lagune

micro beach
Auf der Weiterfahrt fing es ganz mächtig an zu schütten. Die vier anderen Touris sind ganz schön nass geworden. Der Regen sprühte so von schräg vorne unter der Überdachung des Bootes rein. Wise man have umbrella! Ich bin einigermaßen trocken geblieben. Wäre ich Kavalier, wäre ich nass bis aufs Knochenmark geworden. Da bin ich aber Ego. Sonst hätte ich noch mein Handtuch vom Raumschiff mitbringen müssen.

Mitten in der Bucht ist noch ein "swimming muslim village" Kho Panyi, welches eigentlich auf Pfählen aufgebaut ist. Dort ist man voll auf Touri eingestellt und es gibt den üblichen Schrunz zu dem üblichen, schrunzligen Preis zu erstehen.

Aber das Dorf ist eigentlich ganz interessant. Man muss nur mal in die Seitenwege rein-osmosen, dann lernt man, dass dort in diesem wirren Labyrinth, arm und reich Tür an Tür wohnen. Es gibt sogar Häuser aus Stein dort. Feinste Hütten und auch den typischen Wellblechrostkasten. Aber die Glotze läuft natürlich überall. Da zeigen sich die Klassenunterschiede eben nur in den Zentimetern der Bildschirmdiagonale und wie weit dieselbe von der Wand entfernt ist. Das TV-Progamm ist auf der ganzen Welt die gleiche Schüssel brauner Reis. (Wer das mit dem Reis jetzt nicht verstanden hat, muss weiter in die Röhre glotzen.)


im Dorf
lessons learned
im Dorf

Felsmalereien, gleich beim Dorf ums Eck
Oh, jetzt hab ich ja doch schon wieder so viel salbadert. Was soll ich auch besseres tun? Ich sitze nämlich im Bus zurück nach Surat Thani, mit für eineurofuffzich frisch gewaschener Wäsche im Beutel. Die war sogar noch warm, als ich sie wiedergekriegt habe. Hmmmm! Sonst kann man noch den Fuim "300" auf Thai anglotzen, der hier im Bus auf der Glotze angezeigt wird. So wie die Typen in dem Streifen angezogen sind, müsste man eigentlich erwarten, dass er nur unterm Ladentisch verkauft wird. Ralph König lässt grüßen...

In Surat Thani soll es dann, wie ich euch gestern schon angedroht habe, mit dem Nightboat nach Ko Phangan weitergehen. Blöderweise kommt man da morgens eine Stunde vor Sonnenaufgang an. Aber, man ist ja nicht völlig allein den Tourifängern ausgeliefert.

Ausgeguckt habe ich mir den Hat Khom Strand, der Name köhmte mir so wohlklingend vor. Soll sehr ruhig sein, gut erschnorchelbar und Strom gibt's auch, aber nur Abends - Dieselgenerator. Wie soll man denn auch sonst abends die Moskitos anlocken, wenn man keinen Strom hat? Vielleicht etwa gleich den Diesel anzünden? Das wäre krank. Aber krank kann sehr reizvoll sein, wie schon Woody Allen im seinem Meisterwerk "Der Stadtneurotiker" zum Besten gab.

Oh Mann, ziemlich zusammenhangloses Zeug heute :-) Ich hab wohl zu viel Zeit.

Hauptsache ich habe da Empfang, damit ich die Galaxis weiterhin mit meinem gequirlten Dünnsinn zusalmen kann. Das macht nämlich Böcke. Den nächsten Eintrag schreibe ich also hoffentlich mit feinstem Sand zwischen den Zehen und einem knirschenden Leo im Greifer! Salud, Nastarowje und Chual Mai!

"So long, filthy humans!" (Matt Groening)

"I'll be back!" (Arnie)