Dienstag, 24. März 1998

unsichtbare Monster?



Wir haben grade mit Mr Subandi Nachrichten geglotzt. Ein Bericht über Öko-Bauern in Ami-Land kam. Und immer wenn riesen Mengen von Fressalien auf dem Bildschirm auftauchten, konnte man ein "Uh", eins von diesen Erstaunen ausdrückenden "Uh"s, von ihm hören. Die kennen hier original nur kleine Bananen, winzige Früchte und so. Noch halbwegs normal gewachsen. Und "Denaim 45" oder so aus Deutschland wird hier gespritzt. Ist bei uns bestimmt verboten.

Der Fotoapparat ist kaputt! Silkes Kommentar: "Egal, wir haben doch schon genug Fotos gemacht."

Der Tscheche ist gestern auf den Gunung Kerinci geklettert (ohne Guide). Gestern war bestes Kletter-Wetter. Aber heute morgen regnet es nur. Normalerweise geht man am ersten Tag bis Selter (sprich: "Schelter") zwei (6-8 Std.) und am zweiten dann den Rest am Morgen (ca. 2 Std.) um die Morgensonne und den wolkenlosen Himmel zu genießen. Aber heute? Bei Regen rauf und im Schlamm runterschlittern. Ich bin mal gespannt, ob wir den Tschechen jemals wiedersehen. Nachdem der Regen aufhörte, wollten wir einen winzigen Spaziergang machen. Es kamen ca. 5 Stunden bei raus. Wir sind sogar zu Mt. Kerinci gegangen, blieben jedoch nur am Fuße des Vulkans. Der Urwald dort hat uns schon gereicht. Es war düster und wir hörten viele unheimliche Geräusche. Bei Selter eins hörten wir ein großes Tier. Köms Kommentar lautete: "Das eine ist ein Affe, und das andere hat Grunz gemacht", dann haben wir uns schleunigst auf den Heimweg gemacht. Ich hatte total Schiß, doch mußte ich so lachen, wie lächerlich wir beide waren, vor dem großen Unbekannten wegzurennen. Ich glaube, ich habe zuviel Fernsehen geguckt und hatte deshalb schiß vor King Kong.

Aber es war wirklich nah!

Auf dem Hinweg nach Selter eins ist Silke vorne gegangen. Auf der Flucht vor dem Urvieh aus dem Dschungel war ich dann plötzlich vorne...