Montag, 9. März 1998

Tattoo




Montag haben wir dann alles bezahlt, uns einen Reiseführer gekauft, der super teuer war. Dann trafen wir durch Zufall den Typen wieder, der uns Sonntag Abend in der Bar, wie alle anderen zugelabert hat. Er hatte tausend Tattoos auf die ihn Köm gleich angesprochen hatte. Naja, jedenfalls wollte er uns in einen Tattoo-Laden abschleppen. Das Opfer dafür war Silke. Ich Stimmte darauf ein, diesen Laden zu sehen und ließ mich auf das absolute Abenteuer ein. Durch die Wirren Gassen des Marktes raste unser Guide vor uns her. Im dunkelsten Loch der Stadt machten wir halt. Wir standen vor einem winzigen Zimmer in dem Bastmatten lagen, in dem Unmengen an Männern, Jungen saßen. Wir zogen unsere Schuhe aus und quetschten uns rein. Ich versuchte mich so klein wie möglich zu machen und saß völlig eingequetscht auf den Matten gleich neben dem Meister. Ein Mann zeigte mir sein Tattoo, ich war nervös. Zum Glück gab mir Köm eine Kippe und der Guide mir viele Bücher mit lustigen Bildern. Ich blätterte, rauchte, war eingequetscht. Köm neben mir war nervös, wurde zum Kettenraucher.
Tausende von Bildern. Ich fühlte mich seltsam zwischen all den Männern. Endlich fand ich mein Tattoo: Zwei Gekkos, einfach schwarz. Dann kam die Aufforderung: Jetzt bist Du dran. Ich wollte nicht, und es kam der Nächste.
Das Tattoo war gefunden, jedoch wohin damit? Der Arm schien mir sicher, schon alleine deshalb, weil ich mich vor den ganzen Typen nicht entkleiden mochte. Ich saß also auf der Erde, der Meister im Schneidersitz neben mir. Er schliff seine neue Nadel gründlich, gründlicher als zuvor. Mit einem Feuerzeug desinfizierte er. Dann der Apparat (elektrisch), Adrian wäre erschauert!

pünktlich um 18 Uhr geht die Sonne unter
Er trug schwarze Farbe auf und fing an. Die Schmerzen waren geringer als ich dachte. Wohl fühlte ich mich trotzdem nicht. Nachdem der eine Gekko fertig war, merkte ich, daß ich nur einen haben wollte, denn der eine sah super geil aus.
Wir verließen also nach 10 Min. Tattoo anfertigen, um 60.000 Rp erleichtert und einer Silke mit weichen Knien den Laden. Wieder rein ins Marktgetümmel, auf der Suche nach Alkohol zum desinfizieren.
Abends haben wir gegessen und geschlafen. Ach ja, abends saßen wir noch in einer Kneipe und haben mit zwei total interessanten Indos gesprochen, die viel über sich und ihr Leben erzählten. Sie waren so nett uns einige unserer vielen Fragen zu beantworten. Wir haben noch unser Hotel gewechselt! Homestay Chikita.