Donnerstag, 9. April 1998

Affen und Puppen





dreister Affe ein einsamer Strand im Monkey Forrest
Ich war völlig fertig - 6 Stunden Schlaf reichen mir einfach nicht! Nachdem Köm enttäuscht vom Markt wiederkam - viele Stände, die alle das Gleiche anbieten - sind wir auf Dschungeltour gegangen. War ein gemütlicher Spaziergang durch den Nationalpark. Mit dem Guide hatte ich Abends noch gesoffen, deswegen war er 'ne ziemlich träge Ente. Es war ganz nett Affen zu füttern, Stachelschweine zu sehen und durch einen tierisch düsteren japanischen Bunker zu rennen. Dieser Bunker wäre die ideale Geisterbahn. Wir hatten alle schon ohne irgendwelche Monster super Schiß da rein zu gehen. Man kann ja nie wissen von wegen Schlangen und Skorpione. Diese Viecher fand ich ja schon bei Helligkeit grauselig. Die Tierwelt in dem Park war ganz nett, nur fehlte uns der Nervenkitzel ein wenig.
Skizze Puppenspieler

Abends sind wir dann mit den Typen vom Hotel - sie waren so lieb uns mitzunehmen - bei einer Beschneidungsparty gewesen. Die Hinfahrt war alleine die Aktion wert. Drei Leute auf einem Moped und das Ding kommt nicht mehr aus dem Arsch. Wir wollten zu der Party, weil es dort eine Puppentheateraufführung gab. Die Band alleine war schon hörenswert. 12 Leute schienen planlos auf Trommeln, Xylophonen und sonstigen Instrumenten rumzutrommeln. Da sollte sage und schreibe ein einstudiertes System bei sein. Das Puppenspiel was dazu stattfand, war schon erstaunlich, da der Spieler es verstand, die Puppen zum Leben zu erwecken. Die Bewegungen schienen teilweise so menschlich, genial. Mit einer Hand bewegt der Puppenspieler die Arme, mir der anderen den Leib und den Kopf. Die Vorstellung wurde aber bald ziemlich einschläfernd, weil bald die Sprache in den Vordergrund rückte. Ich kann nur wirklich nicht gut indonesisch. Deshalb schläferten mich die aufgestellten drei Puppen, die sich kaum bewegten bald ein.

So eine Vorstellung soll sage und schreibe über 3-4 Stunden gehen! Ich glaub' ich find' Fernsehen schon ganz schön spannend.